Aug 27
2017

Ick fahr Fahrrad. Imma, auch im Winter!

Ich gebe zu, ich musste mich auch erst überwinden, aber Fahrradfahren macht mir mittlerweile mehr Spaß, als mit den öffentlichen Verkehrsmitteln oder dem Auto durch Berlin zu kurven. Sicher ist Berlin gut ausgebaut mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Aber die Straßen sind hier irgendwie immer voll. Die S-Bahn kommt eigentlich jeden Tag einmal zu spät oder fällt ganz aus. Mit dem Auto habe ich teilweise so lange zur Arbeit gebraucht, dass ich mich entschlossen habe, auf mein Fahrrad umzusteigen und das alte Ding auch mal zu nutzen.

Also hab ich es verkehrstüchtig gemacht und los ging´s Richtung Büro. Und seitdem fahre ich nur noch mit dem Fahrrad. Selbst im Winter, es sei denn es stürmt oder hagelt, sonst hält mich nichts davon ab, mein Zweirad zu nutzen.

Durch Berlin auf zwei Rädern

Mit dem Fahrrad bin ich tatsächlich schneller im Büro als mit der S-Bahn oder dem Auto. Ich kenne mittlerweile den ein oder anderen Schleichweg und viele Abkürzungen. Aber auch so bin ich mit dem Rad viel flexibler unterwegs.

Berlin hat zumindest auf meiner Strecke ein gut ausgebautes Fahrradnetz und befahrbare Radwege, auf denen ich auch sicher bin vor schimpfenden Autofahrern. Und ganz nebenbei kann man sogar noch seine Stadt betrachten. Aus einem ganz anderen Blickwinkel, das fiel mir schon bei meinen ersten Fahrten auf dem Rad auf.

Natürlich habe auch ich öfter mit genervten Autofahrern zu kämpfen, die mir partout nicht die Vorfahrt gewähren wollen oder versuchen mich von der Straße zu hupen.

Mit dem Rad die Stadt erkunden

Letztens erst hatte ich Besuch von einem Kumpel. Dieser kam tatsächlich mit Koffer, Gepäck – und seinem Fahrrad. Er liebt den Radsport und hat ein wesentlich schnittigeres Gerät als ich unterm Hintern. Aber dass er es sogar mit auf Reisen nimmt, war mir neu. Jedenfalls brachte mich das auf die Idee, ihm die Stadt auf dem Rad zu zeigen.

Das war allerdings leichter gesagt als getan. Ganz ehrlich, Berlin ist ja wirklich groß. Ich hatte also keinen genauen Plan und war ehrlich gesagt echt überfordert mit so vielen Möglichkeiten. Ein Kollege brachte mich dann auf die Idee, eine geführte Fahrradtour durch Berlin mitzumachen. Ich bin immer wieder überrascht, was Berlin alles bietet.

Viele Leute bieten geführte Radtouren durch die Stadt an. Beim Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club habe ich die passende Tour gefunden und unser etwas anderer Sightseeing-Trip konnte starten. Mein Kumpel war begeistert und ich auch.

Baustellen und Staus gehen mich nichts mehr an

Im Sommer wie im Winter muss ich mir dank meines kleinen Drahtesels keine Sorgen mehr machen um neue Baustellen, gesperrte Strecken, Unfälle oder Staus. Ich bin zumindest meistens pünktlich im Büro und nach Feierabend zügig Zuhause. Ich lasse mein Rad wirklich nur noch stehen, wenn es um ein Feierabendbier geht oder wenn das Wetter so wirklich gar nicht mitspielt. Wobei ich mich ganz gut ausgestattet hab mit wetterfester Kleidung, Funktionswäsche und Helm.

Im Sommer ist das natürlich etwas einfacher, im Winter ziehe ich mich einfach wärmer an. Das Radeln heizt ja auch etwas ein, wenn man erstmal unterwegs ist. Ich hoffe aber dennoch, dass die Stadt bald mehr neue Radwege baut und freigibt. Die Art der Fortbewegung ist nämlich nicht nur praktisch, sondern auch gesünder für Mensch und Umwelt.

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